Radioday Wir sind dagegen!

Protest damals und heute - die Diskussion

Venceremos, liebe Hörerinnen und Hörer, wir diskutieren am Tag der Arbeit, an einem Tag, der gemacht wurde und entstanden ist, um zu streiten, zu kämpfen und zu protestieren über Protest, über zivilen Ungehorsam.

Ein Vermummter wirft mit Steinen auf Polizisten am Rande des Straßenfestes am Lausitzer Platz am 1. Mai 1987 in Berlin-Kreuzberg © imago/Peter Homann
Ein Vermummter wirft mit Steinen auf Polizisten am Rande des Straßenfestes am Lausitzer Platz am 1. Mai 1987 in Berlin-Kreuzberg © imago/Peter Homann | © imago/Peter Homann

Heute vor 30 Jahren brannten die Barrikaden in Kreuzberg, der Supermarkt Bolle wurde geplündert – am Ende,  berichten die Altvorderen, blieb nur noch eine Tüte Blumenerde liegen.

Und vor 50 Jahren formierte sich die Gruppe, die wir heute als 68er beschreiben – initiiert von Studierenden, nicht zuletzt von denen an der Freien Universität Berlin.

Katja Weber hat sich drei Gäste ins Studio eingeladen und diskutiert mit ihnen über Protest damals und heute:

Martin Kaul arbeitet bei der taz als Redakteur für Politik von unten und soziale Bewegungen – so was leistet sich die stets klamme Tageszeitung. Wer die taz liest, weiß, dass Martin immer dabei ist, wenns irgendwo kracht: Castortransport, Braunkohleprotest, Blockupy – Martin berichtet.

Theresa Züger ist auf dem besten Wege Richtung Dr. Theresa Züger – die Dissertation zu „Digitalem zivilem Ungehorsam“ liegt in den letzten Zügen.

Dr. Knut Nevermann hat 1966/67 Jura studiert und war Vorsitzender des Allgemeinen Studentenausschusses an der FU, also zu einer Zeit, in der Fronten und Lager sehr klar und deutlich sichtbar wurden.

imago/Peter Homann
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Martin Kaul, Theresa Züger und Dr. Knut Nevermann (v.l.n.r.) © radioeins/Chris Melzer
Martin Kaul, Theresa Züger und Dr. Knut Nevermann (v.l.n.r.) © radioeins/Chris Melzer | © radioeins/Chris Melzer