Radioday "Babylon Berlin"

Die Kunst als Spiegel der Zeit

Demokratie und Vielfalt. Die bereits im November 1918 während der Revolution in Berlin initiierte Künstler*innenvereinigung Novembergruppe ent­wickelte sich rasch zum starken, innovativen Spie­ler in der Kunstwelt und auf dem Gesellschaftspar­kett der Weimarer Republik. Der pluralistisch verfasste Verein war offen für alle Stilrichtungen der Bildenden Kunst, für Architek­t*innen, Schriftsteller*innen, Komponist*in­nen und Filmemacher*innen. Eine Plattform für Freiheit, Demokra­tie und Vielfalt.

Große Berliner Kunstausstellung 1928, Mitglieder der Hängekommission der Novembergruppe V. l. n. r. Moriz Melzer, Hugo Graetz, Ewald Mataré, Otto Möller, Georg Tappert, Max Dungert, Oswald Herzog, Walter Kampmann, Ines Wetzel, Arthur Segal © Repro: Anja Elisabeth Witte
Große Berliner Kunstausstellung 1928, Mitglieder der Hängekommission der Novembergruppe V. l. n. r. Moriz Melzer, Hugo Graetz, Ewald Mataré, Otto Möller, Georg Tappert, Max Dungert, Oswald Herzog, Walter Kampmann, Ines Wetzel, Arthur Segal | © Repro: Anja Elisabeth Witte

Von 1919 bis 1932 realisierte die Novembergruppe knapp 40 Ausstellungen, veröffentlichte Publikationen und veranstaltete Konzerte, Lesungen, Feste und Kostümbälle. So wurde die Gruppe auf vielen Ebenen zur Kunstvermittlerin der Moderne und sorgte für Ge­sprächsstoff und heftigen Streit.

Mit 119 Werken von 69 Künstler*innen, darunter 48 Gemälde, 14 Skulpturen, 12 Architektur­modelle und -zeichnungen, feiert die Berlinische Galerie mit dieser allerersten umfassenden Überblicksschau den 100. Ge­burtstag der bekanntesten unbekannten Kreativgemeinschaft in dramatischen Zeiten.

Katja Weber sprach über die Kunst als Spiegel der Zeit und die kommende Ausstellung "Freiheit: Die Kunst der Novembergruppe 1918–1935" (09.11.2018 - 11.03.2019 in der Berlinischen Galerie) mit der Kunsthistorikerin und Kuratorin der Ausstellung - Dr. Janina Nentwig.

Große Berliner Kunstausstellung 1928, Mitglieder der Hängekommission der Novembergruppe V. l. n. r. Moriz Melzer, Hugo Graetz, Ewald Mataré, Otto Möller, Georg Tappert, Max Dungert, Oswald Herzog, Walter Kampmann, Ines Wetzel, Arthur Segal © Repro: Anja Elisabeth Witte
Repro: Anja Elisabeth Witte
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Neben den Stars der Avantgarde, Belling, Dix, Höch, Klee, Mendelsohn, van der Rohe, Pechstein u.a., bietet das Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur auch zahlreiche Entdeckungen und Wiederentdeckungen: u.a. Dungert, Dexel, Kulvianski, Roeder, Tappert, Völker, Wetzel.

Quelle: Berlinische Galerie