Radioday "30 Jahre deutsche Einheit – Status Quo Vadis?"

Sero - ein System mit Zukunft?

Ein System, das auch heute wieder diskutiert und als Vorbild für Kreislaufwirtschaftsysteme gehandelt wird.

Das Altstoffsammelsystem der DDR war sehr gut durchorganisiert. Die SERO-Annahmestellen gab es in jedem Stadtteil, der Weg ließ sich zu Fuß zurücklegen. Das Sammeln von Papier und Glas war eine Selbstverständlichkeit - sowohl im eigenen Haushalt, als auch im organisierten Rahmen in der Nachbarschaft.

Leere Flaschen und Gläser werden in einem Altstoffhandel abgegeben und wiederverwertet © imago images/Bernd Friedel
Leere Flaschen und Gläser werden in einem Altstoffhandel abgegeben und wiederverwertet | © imago images/Bernd Friedel

Das VEB Kombinat Sekundär-Rohstofferfassung, kurz SERO: Überall in der DDR gab es Annahmestellen für Altpapier und für Glas - nicht für die von Flaschen für Bier und Limonade, die hat man ganz normal zurück in die Kaufhalle gebracht, sondern für Weinflaschen, Sektflaschen, Schnapsflaschen oder Gläser. Kein Mensch kam vor 1990 auf die Idee sowas einfach in die Mülltonne zu schmeißen. Es gab schließlich Geld dafür in den Annahmestellen.

Michael Braungart ist Verfahrenstechniker, Chemiker und Leiter des Hamburger Umweltinstituts und Andreas Ulrich sprach mit ihm über SERO.

Leere Flaschen und Gläser werden in einem Altstoffhandel abgegeben und wiederverwertet © imago images/Bernd Friedel
imago images/Bernd Friedel
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