Die Musikanalyse

Zu Asche, zu Staub (Psycho Nikoros) von Severija

Musik verstehen mit Prof. Dr. Hartmut Fladt

radioeins präsentiert am 19. und 20. März das Moka Efti Orchestra aus Babylon Berlin mit den Songs der Serie live in concert im Berliner Festsaal Kreuzberg. Mit dabei auch Severija mit "Zu Asche, zu Staub (Psycho Nikoros)"...

"Babylon Berlin" - Partystimmung im Moka Efti © ARD Degeto/X-Filme/Beta Film/Sky Deutschland/Frédéric Batier
"Babylon Berlin" - Partystimmung im Moka Efti | © ARD Degeto/X-Filme/Beta Film/Sky Deutschland/Frédéric Batier

Dieser Song ist nicht nur einfach „Song“, sondern er hat in der Serie „Berlin Babylon“ eine doppelte filmmusikalische Funktion: Er ist Teil der Szene, wenn er quasi „live“ auf der Bühne des Nachtclubs „Moka Efti“ von der Protagonistin Swetlana im Berlin des Jahres 1929 gesungen wird, gleichzeitig bedeutet er „Berlin späte 20er Jahre“, von außen betrachtet und gehört.

Das ist, wie die Serie selbst, mit hohem Anspruch gemacht. Das biblische Vokabular wird, wie bei Brecht, nicht zu dick aufgetragen, es geht ja schließlich um Existenzielles. Die Funktion des Songs, zwischen „Teil der Szene“ (wir hören und sehen die Solistin, die Musiker, die Gäste) und „Filmmusik der großen Gesten“, die von außen Weltgeschichte kommentiert, ist sehr überzeugend gelungen, findet Prof. Dr. Hartmut Fladt.

"Babylon Berlin" - Partystimmung im Moka Efti © ARD Degeto/X-Filme/Beta Film/Sky Deutschland/Frédéric Batier
ARD Degeto/X-Filme/Beta Film/Sky Deutschland/Frédéric Batier
Der Beitrag ist noch bis zum 18.03.2020 00:00:00 verfügbar.