Die Musikanalyse

Sitting, Waiting, Wishing von Jack Johnson

Musik verstehen mit Prof. Dr. Hartmut Fladt

Fladt ist Musikwissenschaftler und Komponist. In Gerichtsverfahren wird er ob seiner bestialischen Intelligenz oft als Gutachter herangezogen. Bei radioeins analysiert er jeden Montag einen Song und erklärt, warum er so funktioniert, wie er funktioniert.

Jack Johnson
Jack Johnson | © Morgan Maassen

In den letzten Jahren gab es nur wenige Gelegenheiten Jack Johnson live zu sehen. Nach den Shows für sein Album „From Here to Now to You“ (2013) verzichtete der auf Hawaii lebende Songwriter auf größere Touren und widmete sich vor allem seinem Umweltengagement.

Mit seiner Ehefrau betreibt Johnson die Kokua Hawaii Foundation und die Johnson Ohana Foundation, die Bildungsarbeit, Nachhaltigkeit und Kunstförderung zusammenbringen. Und Johnson ging auf eine Nord-Atlantik-Segelfahrt mit der Organisation „5 Gyres“, die gegen die Plastikverschmutzung der Meere ankämpft. Aus dieser Reise entstand nicht nur die sehr sehenswerte Dokumentation „The Smog Of The Sea“, sie brachte Johnson auch zurück zu seiner Kunst: dem Songwriting.

„Auf dem Meer zu sein, ohne Handy, ohne Fernseher, ohne Ablenkung“ habe sein Schreiben beflügelt, gab Johnson kürzlich in einem Interview zu Protokoll. Aus diesen Sessions entstand sein siebtes Studioalbum „All The Light Above It Too“, das im Herbst 2017 erschien.

Am Mittwoch, den 25. Juli 2018, wird Jack Johnson seine neuen Songs in der Zitadelle Spandau vorstellen - präsentiert von radioeins. Musikprofessor Hartmut Fladt stimmt auf das Konzert ein und analysiert Jack Johnsons "Sitting, Waiting, Wishing" aus dem Album "In Between Dreams".

Jack Johnson
Morgan Maassen


Fladt Fazit:


Wenn die morsch gewordenen Beziehungskisten geöffnet werden, kommen auch bei Surfern in den Wogen der Lyrics, die guten alten Klischees zum Vorschein. Musikalisch werden Klischees, wie die Flamenco-Formel, immerhin individualisiert, und auch der eingeschobene Mittelteil ist nicht alltäglich im Pop. Nicht gerade aufregend, aber sauber gemacht und - auch die Stimme - angenehm zu hören.

Der Beitrag ist noch bis zum 23.07.2019 00:00:00 verfügbar.