Interview

Tan LeRacoon

Zu Gast im radioeins Studio

Tanju Boerue hat eine Biografie, die weniger bescheidene Zeitgenossen schon lange literarisch ausgeschlachtet hätten, aktuell im Organisationsteam des Reeperbahn Festivals tätig, kennen ihn die meisten Hamburger wohl als Co-Betreiber des beliebten Kiezclubs "Hasenschaukel", den er zwölf Jahre lang zusammen mit Anja Büchel betrieb.

Mikrofon im radioeins Studio
Mikrofon im radioeins Studio | © radioeins

Der Sänger und Multiinstrumentalist eröffentlicht mit "Funeral Parade Of Roses" zwar erst sein zweites Album unter eigenem Namen, hat aber seit den Siebzigern eine lange subkulturelle Odyssee vollzogen, die ihn vom Hamburger Osten über erste Punk-Fanzines in den Achtzigern nach London, New York und Los Angeles verschlug, er spielte Bass bei Nikki Sudden, war in den 90ern bei "Das Weeth Experience" und ferner als Manager und kreativer Begleiter von Ari Up (The Slits) tätig.

Nach "Dangerously Close To Love" (2016) präsentiert er jetzt, mit Unterstützung befreundeter Musiker eingespielt, einen elfteiligen Songreigen, der zwischen Folk, Garage, Wave, Psychedelic, Glam und Soul auch den Geist von Punk streift. Mehr als zuvor stehen dabei politische und gesellschaftliche Motive im Zentrum, gesteuert von trotzigem Optimismus und Kampfgeist. Dabei findet der charismatische Crooner von akustischen Balladen bis zu knarzigem Garage-Indierock mit Bläsern stets eine charmant eigene Note, glamourös und geheimnisvoll.

Silke Super begrüßte Tan LeRacoon im radioeins-Studio im Babylon.

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Quelle: Broken Silence