Interview & Livemusik - Lucky Lo

vor ihrem Auftritt beim Most Wanted: Music-Festival

Lucky Lo ("Supercarry")
Benjamin Tarp
Lucky Lo ("Supercarry") | © Benjamin Tarp

Lo Ersare stammt aus Umeå, Schweden, und verbrachte viel Zeit in Japan sowie als Straßenmusikerin in Kopenhagen. Dort machte sie, wie es so schön heißt, offenbar ihr Glück; zumindest lässt dies ihr Künstlerinnenname Lucky Lo vermuten. Nun kommt sie nach Berlin, um am 10. November im Rahmen des Most Wanted: Music-Festivals im Kesselhaus der Kulturbrauerei ihr Debütalbum „Supercarry“ vorzustellen – und stattet tags zuvor radioeins im studioeins im Bikini einen Besuch ab.

„I will supercarry you, I will superdupercarry“, singt sie im Titelsong jenes Albums, und setzt dieses Versprechen mit ihrem seelenvollen Elektro-Pop durchaus in die Tat um: Mal („super“-)getragen, mal verspielt, mal einfach tanzbar präsentieren sich die neun Stücke darauf und bieten so Tragfläche(n) zum Schwelgen oder sich Bewegen.

Obendrein meidet Lo in ihren Texten abgedroschene Phrasen, sucht stattdessen nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten um ihr Ansinnen zu transportieren: Lasst uns nicht in dem verharren, was uns trennt, sondern Verbindungen suchen, Gemeinsamkeiten, Anknüpfungspunkte. Denn nicht nur ist man zusammen ja bekanntlich weiger allein, sondern auch Erich Kästner wusste bereits: „Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es.“

Als hätte sie sich davon inspirieren lassen, betitelte Lucky Lo eines ihrer Lieder „There Is Only Make“ (in etwa: „Es gibt nur das Machen“) und stellt in dessen Text fest: „Mein Leben war nie ganz was ich erwartet habe/ aber irgendwie/ habe ich etwas daraus gemacht.“

Wie genau sich das anhört, was sie daraus gemacht hat, kann heute Abend im studioeins erfahren werden, wenn Lucky Lo für ein Interview und natürlich auch zum Vortrage des ein oder anderen Songs zu Gast ist.