Theater

Caroline Peters

im Gespräch zu "Yerma" in der Schaubühne Berlin

Sie, eine erfolgreiche Journalistin, und ihr Mann John verbringen den ersten gemeinsamen Abend in ihrem neuen Haus. Beim Champagner erzählt sie, dass sie ein Kind haben möchte. John ist zwar überrascht, aber auch er kann sich ein Leben als Familienvater vorstellen. Mit dieser harmlosen, normalen Szene im Leben eines jungen Paares beginnt ein Alptraum.

Yerma Schaubühne
"Yerma" an der Schaubühne Berli: Hauptdarstellerin Caroline Peters | © Thomas Aurin

In den kommenden fünf Jahren versucht Sie, schwanger zu werden: immer ohne Erfolg. Sie verlangt, dass John seine Geschäftsreisen so organisiert, dass er Zuhause ist, wenn sie ihre fruchtbaren Tage hat und schreibt intime Berichte über ihre Empfängnisprobleme in ihrem Lifestyle­Blog.

Ihr Kinderwunsch belastet sowohl die Beziehung zu ihrer Schwester, die keinerlei Probleme hat, schwanger zu werden, aber an postnataler Depression leidet, als auch die zu ihrer Mutter, die selbst eigentlich nie Kinder haben wollte und ihr Problem nicht ansatzweise nachvollziehen kann. Mit jedem Jahr, das vergeht, wird sie besessener von ihrem Kinderwunsch, der ihr Denken schließlich vollends dominiert – eine Obsession, die aus ihrem einst glücklichen Leben eine Tragödie macht.

Caroline Peters spielt die Journalistin in diesem Lorca-Stück und kommt heute direkt von den Proben zu uns.