Interview mit Bille Behr

Theater ANU

Und plötzlich passt doch alles zusammen in diesem für viele so merkwürdig-unwirklichen Sommer: Das Tempelhofer Feld, mit seinem alle Sinne weitenden Flair, und Theater ANU, mit seinen poetischen Inszenierungen auf freier Fläche. Die Erfolgsproduktion DIE GROSSE REISE – selbstverständlich sorgfältig angepasst an die geltenden Corona-Regeln – ist nun zurück. An acht Abenden im August ist das Publikum zu einem besonderen Theatererlebnis eingeladen.

Bille Behr vom Theater Anu © radioeins/Saupe
Bille Behr vom Theater Anu | © radioeins/Saupe

3.500 Kerzen. Ein Mäander aus Licht erstreckt sich über das Tempelhofer Feld. 300 alte Koffer. Koffertürme, Kofferbrunnen. Die Besucher*innen begeben sich auf DIE GROSSE REISE durch das Lichtermeer. Eine Nacht, in der die Sterne vom Himmel gefallen sind und Figuren ihre Geschichten offenbaren – mit ihren Augen, ihren Stimmen, ihren Körpern; erzählen von ihren Träumen, vom Nicht-Weiterkommen und von ihren kleinen Inseln des Glücks, ihrer Lebensreise.

Ein Narr hat seine Jahrmarktsbude aufgebaut. Er fängt Bilder aus der Luft, redet verrückt und treibt mit dem Publikum seinen Schabernack. Wer durch das Tor der Bude tritt, dem eröffnet sich eine ganz andere Welt: ein Labyrinth aus tausenden von Lichtern. Die Besucher*innen werden zu Reisenden: Koffer – Guckkästen gleich – warten darauf, mitgenommen zu werden. Im Labyrinth leben Figuren, die ebenfalls auf der Suche nach ihrem Weg sind: Der Prinz, der nicht König werden will; die Vogelfrau, die ihren Traum vom Fliegen nicht aufgibt; der Lampenträumer, der magische Lichtbilder von einem fremden Land malt und die Besucher nach dem Weg dorthin fragt…

Ein eher leises Spektakel ist DIE GROSSE REISE, manchmal melancholisch, aber immer wundersam erzählend von Versöhnung und Hoffnung, geeignet auch für Kinder ab zehn Jahren.

Bille Behr vom Theater Anu © radioeins/Saupe
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