Literatur

„Schlachtensee“ – neue Geschichten von Helene Hegemann

Die Autorin kommt uns besuchen

Ein Pfau wird mit einem Golfschläger getötet und entlarvt nebenbei die Doppelmoral der amerikanischen Kulturelite. Eine junge Frau will zu ihren Eltern in die österreichische Provinz fahren und verpasst immer wieder ihre Station...

Helene Hegemann
Helene Hegemann | © © Joachim Gern

Ein Bad in der Wolga markiert das Ende einer zerstörerischen Beziehung: „Ich lief auf die Wolga zu, zog im Gehen meine Klamotten aus. Ich blieb so lang unter Wasser, bis mein Körper wieder atmen wollte“, schreibt die Autorin Helene Hegemann in ihrem neuen Erzählband „Schlachtensee“.

Hegemann setzt ihre Protagonist*innen körperlichen Extremsituationen und schweren Lebenskrisen aus: Eine Snowboarderin wacht unter einer Schneedecke auf. Ein Gemälde von Monet stürzt einen Kunstexperten in eine tiefe Sinnkrise. Es sind versehrte Gestalten, die Helene Hegemann durch das Buch und eine Welt wandern lässt, in der Gewalt am gefährlichsten ist, wenn sie unterdrückt werden soll, in der das Abarbeiten an Widersprüchen schmerzhaft, aber auch ein großes Vergnügen sein kann.

Bevor Helene Hegemann ihr neues Buch in der Volksbühne feiert, besucht sie uns im Studioeins.

Helene Hegemann
© Joachim Gern
Schlachtensee von Helene Hegemann
Schlachtensee von Helene Hegemann | © Kiepenheuer & Wisch