Interview & Livemusik

"Gazino" im Heimathafen Neukölln

In der Türkei haben "Gazinos", also Nachtclubs mit Livemusik und Restaurantbetrieb, eine lange Tradition, die auch hier in Berlin gepflegt wurde. In der szenischen Inszenierung der Roman-Trilogie "Sonne auf halbem Weg" von Emine Sevgi Özdamar wird diese Tradition wiederbelebt...

Gökşen Güntel © radioeins/Nennemann
Gökşen Güntel | © radioeins/Nennemann

Gazino Berlin bringt erstmalig die große Migrations- und Berlin-Istanbul-Trilogie »Sonne auf halbem Weg« von Emine Sevgi Özdamar im Heimathafen Neukölln zur Aufführung. Das Publikum wird dazu eingeladen, sich gemeinsam auf die Zeitreise durch die Jahrzehnte vor und nach dem Anwerbe-Abkommen zu begeben.

Die Lieder vergangener Zeiten bilden den Rahmen, um die Geschichte einer ungewöhnlichen jungen Frau aus der Türkei der fünfziger Jahre bis ins heutige Berlin zu illustrieren.

Gökşen Güntel und ihr Ensemble haben gemeinsam mit der vierköpfigen Band um Turgay Ayaydınlı und Aziza A. ein zeitgemäßes glamouröses Gazino erstehen lassen, in dem klassische türkische Musik auf die damals zeitgenössische Popmusik trifft und gleichzeitig der Bogen in die Gegenwart gespannt wird.

Corona hat auch dieses Projekt ins Stocken gebracht, aber jetzt wird der Faden wieder aufgenommen.

Regisseurin Gökşen Güntel schaut heute für ein Interview im Sommergarten vorbei und sie hat auch die Band mitgebracht.

Gökşen Güntel © radioeins/Nennemann
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