Ausstellung

Die erste Generation: Bildhauerinnen der Berliner Moderne

18. Februar bis 17. Juni 2018 im Georg Kolbe Museum in Berlin

Mit Sophie Wolff, Käthe Kollwitz, Milly Steger, Marg Moll, Tina Haim-Wentscher, Renée Sintenis, Christa Winsloe, Emy Roeder, Jenny Mucchi-Wiegmann und Louise Stomps formierte sich eine erste Generation von freischaffenden Bildhauerinnen in Deutschland, die von ihrer Kunst leben konnten und auch Anerkennung bei Kunstkritik und Publikum fanden.

Milly Steger: Tänzerin um 1921-22 © Sammlung Knauf
Milly Steger: Tänzerin um 1921-22 | © Sammlung Knauf

Die zehn in der Ausstellung repräsentierten Künstlerinnen wirkten in Berlin und waren teils eng mit der freien Kunstszene der Weimarer Republik verwoben. In den rund 60 Werken zeigt sich ihr hohes schöpferisches Potential. Von Beginn an suchten sie eigenständige künstlerische Wege, die sich nicht auf vermeintlich weibliche Themen reduzieren lassen. Dennoch hatten die Künstlerinnen, gerade im körperbetont-schweren Medium der Skulptur, immer wieder mit Vorurteilen und tradierten Rollenmodellen zu kämpfen. Sie mussten sich zudem aufgrund der schlechten Ausbildungssituation für Frauen, die noch keinen Zugang zu den Kunstakademien hatten, eigene Wege und Lebenslinien erarbeiten. Die Ausstellung im Georg Kolbe Museum ermöglicht die Vertiefung und Wiederentdeckung ihrer Werke und Biografien.

Silke Super sprach darüber mit der Direktorin des Georg Kolbe Museums, Julia Wallner.

Sammlung Knauf
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Quelle: Georg Kolbe Museum