Interview

Detlef Diederichsens letztes Wassermusikfestival

Ein Festival folgt dem Ruf eines Flusses, dem Mississippi. Von Nord nach Süd durchquert der Fluss die USA. Der Plantagenwirtschaft und Sklaverei diente er als Verkehrsader. In New Orleans entstanden Jazz und Funk, in seinem Delta der Blues, in Memphis der Rock 'n' Roll.

Detlef Diederichsen
Detlef Diederichsen | © IMAGO / Votos-Roland Owsnitzki

Der Bedeutung des Flusses für die Musikgeschichte trägt die Wassermusik 2022 Rechnung. Sie forscht nach, ob diese Orte an seinen Ufern weiterhin eine kreative Ausnahmestellung einnehmen und was dort momentan ausgebrütet wird. Zu erwarten ist an vier Wochenenden die ganze Bandbreite der Mississippi-Musik: Jazz, Funk, Blues, Cajun, Zydeco, R&B, Folk, Bluegrass und alte und neue Mischformen wie Bounce oder Trailer Trap. Es ist das letzte Mal, dass der noch amtierende musikalische Leiter des HKW das Festival kuratiert. Ein guter Grund, mit ihm heute im studioeins eine Bilanz zu ziehen.

Detlef Diederichsen
IMAGO / Votos-Roland Owsnitzki