Auszeichnung

Berliner Verlagspreis 2020 geht an AvivA Verlag

Vergessene Schätze, literarische Entdeckungen und außergewöhnliche Frauen!

Der AvivA Verlag wurde 1997 von der Literaturwissenschaftlerin und Kunsthistorikerin Britta Jürgs gegründet. AvivA kommt aus dem Hebräischen und ist die weibliche Form von Frühling. Der Verlag erweitert den literarischen Kanon um weibliche Stimmen und rückt bislang vernachlässigte Aspekte und Schätze des kulturellen Erbes in den Blick.

Verlegerin Britta Jürgs, AvivA Verlag © Klara-Emilia Kajdi
Verlegerin Britta Jürgs, AvivA Verlag | © Klara-Emilia Kajdi

In der Reihe "Wiederentdeckte Schriftstellerinnen" präsentiert der AvivA Verlag vorwiegend jüdische Autorinnen der 1920er- und 1930er-Jahre. Aus unserer literarischen Kultur sind sie nicht wegzudenken, und doch sind viele Autorinnen der 1920er und 1930er Jahre fast vergessen. Dem Ziel der NS-Politik, sie auch aus der Literaturgeschichte auszulöschen, setzt der Verlag seit über 20 Jahren mit seinem Programm etwas entgegen. Mit Chuzpe, Humor und Scharfsinn eröffnen Lessie Sachs, Ruth Landshoff-Yorck, Lili Grün, Victoria Wolff, Christa Winsloe oder Maria Leitner neue Perspektiven auf ihre Zeit wie auch auf die Gegenwart.

Der AvivA Verlag verlegt nicht nur in Vergessenheit geratene Werke der 1920er, sondern unternimmt auch Ausflüge in andere Epochen von den 1950er-Jahren bis hin zur Gegenwart. Im AvivA Verlag erscheinen zahlreiche Erstveröffentlichungen aus dem Nachlass, Erstübersetzungen und Erstausgaben in Buchform. Dabei ist es dem Verlag besonders wichtig, mit Reportagen, Feuilletons, Kurzprosa, Gedichten oder Theaterstücken auch zahlreiche Formen jenseits des Romans zu berücksichtigen.

Knut Elstermann gratuliert und spricht mit der frisch ausgezeichneten Verlegerin Britta Jürgs vom AvivA Verlag.

Verlegerin Britta Jürgs, AvivA Verlag © Klara-Emilia Kajdi
Klara-Emilia Kajdi
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