Thursday for Future

Augen auf beim Eierkauf

Massenhaft werden männliche Küken geschreddert und landen auf dem Müll. Damit soll in der Legehennenzucht in Deutschland Ende kommenden Jahres Schluss sein. Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) will die Praxis verbieten, am Mittwoch hat sie einen Gesetzentwurf dazu vorgestellt.

Küken © imago images/yotananchankheaw
Küken | © http://www.imago-images.de/

Julia Vismann hat sich angeschaut, wie wir als Konsument*innen unseren Eihunger stillen können, ohne dass männliche Küken dafür getötet werden müssen.

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Tipps für Ei-Esser*innen, um das Kükenschreddern zu verhindern

Es gibt die "Bruderhahn-Initiative Deutschland" von Bioland und Demeter. Die männlichen Legeküken werden gemästet und aufgezogen. Das Töten der männlichen Küken wird damit verhindert. Das ist aber teurer, denn ein Legehennen-Hahn braucht eine viermal längere Aufzucht als ein Masthähnchen und viel mehr Futter.

"4 Cent für die Ethik" ist der Aufpreis für die Eier, mit dem die Mehrkosten der Aufzucht der Bruderhähne gegenfinanziert werden. Das Prinzip wird aber bisher nur bei weniger als fünf Prozent der insgesamt 45 Millionen aussortierten Legehähnchen pro Jahr angewendet.

Eine bessere Alternative ist die Züchtung von "Zweinutzungshühnern", die sowohl Eier legen als auch Fleisch ansetzen. Die Initiative "Ei Care" von Naturland und Terra Naturkost züchten auf vier Biohöfen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern Les Bleues-Hühner. Die französischen Hühner haben weißes Gefieder und blaue Beine.

Am Ende werden zwar auch die "Ei Care"-Hähne getötet und gegessen. Aber die Hähne leben 100 Tage in artgerechter Haltung - Masthähnchen aus der industriellen Landwirtschaft werden nach etwa 38 Tagen geschlachtet.

Wem jetzt die Lust auf Eier und Hähnchenkeule vergangen ist, dem empfehlen wir veganen Chicken-Salat aus Jackfruit und Zauber-Ei- Pulver auf Sojabasis.