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Upload-Filter - der zentrale Streitpunkt der Urheberrechtsreform

Web, Mobile, Social Media

Ende März wird über die Reform des Urheberrechts endgültig abgestimmt - und sorgt bis dahin nicht nur im Parlament für viele Diskussionen. Zentraler Streitpunkt bleibt der sogenannte Uploadfilter, der Urheberrechtsverletzungen auf YouTube und Co. verhindern soll. Von Benutzern hochgeladenes Material, wie zum Beispiel Videos, soll überprüft werden.

Ein Demonstrant hält ein Plakat mit der Aufschrift "Don't black My Internet" auf der Demonstration "Save the Internet" in Berlin hoch © imago/IPON
Ein Demonstrant hält ein Plakat mit der Aufschrift "Don't black My Internet" auf der Demonstration "Save the Internet" in Berlin hoch | © imago/IPON

Mehrere Tausend Menschen sind gestern in Berlin auf die Straße gegangen, um gegen die geplante Reform des EU-Urheberrechts zu demonstrieren. Anlass des spontanen Protests waren Berichte, dass die Abstimmung darüber im Europaparlament vorgezogen werden soll. Kritiker befürchten, dass damit ein europaweiter Protesttag am 23. März umgangen werden soll.

Dem widersprach EVP-Fraktionschef Weber in der ARD. Man werde nicht darauf dringen, bereits in der kommenden Woche im EU-Parlament abzustimmen, sagte der CSU-Politiker. Die Abstimmung finde Ende März statt.

Umstritten bei der Reform ist vor allem Artikel 13. Er sieht vor, dass Internetplattformen wie YouTube künftig sicherstellen sollen, dass urheberrechtlich geschützte Inhalte nicht mehr unerlaubt hochgeladen werden. Kritiker befürchten durch die dafür erforderlichen Upload-Filter eine Zensur im Internet.  

Frauke Oppenberg spricht darüber mit unserem Multimedia-Experten Daniel Finger.