Das Videospiel der Woche

Cloud Gardens

Wie würde unsere Welt wohl aussehen, wenn der Mensch von heute auf morgen von der Bildfläche verschwinden und die Natur wieder das Steuer übernehmen würde?

Cloud Gardens
Cloud Gardens | © Noio / Coatsink

Dieses recht apokalyptisch anmutende Szenario dient als Grundlage für das Videospiel der Woche, bei dem wir nichts anderes tun müssen, als eine verlassene, zerstörte Welt in einen riesigen grünen Garten zu verwandeln.

Mehr dazu von radioeins-Gamer Magnus von Keil.

Cloud Gardens
Noio / Coatsink
Download (mp3, 5 MB)

Worum geht es: Das Spiel beginnt mitten in einer dystopischen, verlassenen Welt: Beton, Trümmer, Autowracks. So trostlos und tot diese Welt allerdings auch erstmal erscheint, finden wir hier trotzdem ein paar Pflanzensamen. Egal, wo wir diese Pflanzensamen auf dem Spielfeld platzieren, beginnt dort eine Pflanze zwischen den Trümmern zu wachsen… immer weiter und weiter, wächst an Straßenschildern empor, überwuchert umgestürzte Zäune und Ruinen. Und das ist im Kern schon das Spielprinzip von "Cloud Gardens": eine graue Betonwüste wieder mit Leben zu füllen - die Zurückeroberung durch die Natur.

Dabei können die Spieler*innen verschiedene Pflanzensamen entdecken und einsammeln. Efeu, Blauregen, also die verschiedensten Gewächse mit den unterschiedlichsten Eigenschaften und Anforderungen. Es gibt aber nicht nur Pflanzensamen, sondern auch jede Menge Müll, den man nutzen kann: Alte Autoreifen, Einkaufswagen oder gleich einen kompletten Campinganhänger. Diesen Müll können die Pflanzen dann zum Wachsen nutzen.

Magnus von Keil sagt: Klingt zwar erstmal unspannend, aber die entschleunigende Wirkung, die dieses Spielprinzip mit sich bringt, ist wirklich irre. Also alles in allem ist das ein wunderschönes kleines Baukasten-Spiel, das einen ganz wundervoll zur Ruhe kommen lässt. Das perfekte Spiel für den Liegestuhl-Nachmittag draußen im Garten.