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Palast der Miserablen

von Abbas Khider

„Blechstadt“ - so heißt der Slum in Bagdad, in dem der irakische Junge Shams mit seinen Eltern aufwächst – eine Stadt ohne Wasser oder Strom – gebaut auf einem riesigen Müllberg.

Palast der Miserablen von Abbas Khider
Palast der Miserablen von Abbas Khider | © Hanser

Es ist die Zeit nach dem zweiten Golfkrieg, in der überall Porträts des Diktators Saddam Hussein hängen und die Bevölkerung unter dem Embargo und der Unterdrückung leidet. Shams muss schon als Kind Plastiktüten oder Wasser verkaufen, um die Familie zu unterstützen. Als er die Welt der Bücher für sich entdeckt und den „Palast der Miserablen“, einen Zirkel, in dem im Geheimen über Literatur diskutiert wird, bekommt sein Leben einen Sinn. Mit „Palast der Miserablen“ hat der deutsch-irakische Schriftsteller Abbas Khider einen beeindruckenden Roman über das Aufwachsen, Überleben und den Alltag im Irak geschrieben. Literaturagentin Marie Kaiser hat ihn gelesen.