High Fidelity - Entering Heaven Alive von Jack White

vorgestellt von Björn Kulp (Rock Steady Records)

Entering Heaven Alive von Jack White
Third Man Records
Entering Heaven Alive von Jack White | © Third Man Records

Ist es Neil Young? – Nein. Ist es Bob Dylan? – Nein. Es ist aber auch nicht Supergrobi, obwohl der auch blaue Haare hatte.

Nur drei Monate nach „Fear Of The Dawn“ veröffentlichte Jack White jüngst seinen nächsten Streich: „Entering Heaven Alive“. War der Vorgänger düster und schroff, kommt White hier eher zugänglich und persönlich daher.

Musikalisch insgesamt eine Hommage an den Rock der Siebziger Jahre, mal klassisch bluesig, mal pianogetrieben, mal folkig, mal mit Streichern, einmal gar mit einmal gar mit einem Bossa Nova Beat – und überflüssigerweise einmal sogar mit Anlehnungen an den Gypsy Swing. Alles weit entfernt vom schroffen, düsteren und experimentell durchfluteten Vorgängeralbum.

Textlich kommt White hier intim daher: Songs über die Liebe, über das, was das Glück im Leben ausmacht. Insbesondere bei „Love is selfish“ öffnet er authentisch sein Herz. Die zentrale Botschaft des Albums ist im Runout Code der limitierten Detroit Denim-Version verewigt: „It’s better to illuminate than merely to shine“.

Würden wir nur dieses Album kennen, bliebe die Frage: Wer ist dieser Jack White bei all der Fülle an Reminiszenzen? – Aber wir kennen ihn ja glücklicherweise… „Entering Heaven Alive“ ist vielleicht kein in sich geschlossenes Großwerk, aber eine sehr schöne Sammlung von gut komponierten, arrangierten und produzierten Songs. Mit Botschaft und sehr viel Liebe fürs musikalische Detail. Auf jeden Fall eine Empfehlung.

Björn Kulp (Rock Steady Records)

Der Beitrag ist noch bis zum 17.08.2023 00:00:00 verfügbar.