High Fidelity - AOR von Ed Motta

vorgestellt von Björn Kulp (Rocksteady Records)

AOR von Ed Motta
Membran
AOR von Ed Motta | © Membran

Ist es die beste Platte, die Steely Dan nie gemacht hat? – Vielleicht ja. Jedenfalls ist in „AOR“ genau das drin, was drauf steht: AOR.

Ein Meisterwerk des Adult Orientated Rock – oder des Yacht Rock wie manche sagen. Cabriodach runter und den Highway 1 entlang der Westcoast.

Ed Motta ist einer der interessantesten Musiker Brasiliens und wird in seiner Heimat als „Koloss von Rio“ hoch geschätzt. Weil er einfach alles über Musik weiß (nicht nur darüber, sondern auch über Wein, Bier und die Hochkultur). Man sagt, seine Plattensammlung umfasst über 30.000 Scheiben. Nicht zuletzt deswegen wurde er auserwählt, den sehr hörenswerten Brazil-Sampler aus der Reihe „Too Slow To Disco“ zu kompilieren.

In seiner eigenen Musik hat er einen Stilmix aus Jazz, Blues, Soul, Funk, Disco und brasilianischen Rhythmen gefunden. Sein letztes Album „Criterion Of The Senses“ ist soullastiger als andere, seine frühen Alben (ab 1988) sind eher in Richtung Disco-Funk unterwegs.

Noch schöner als diese Platte ist eigentlich nur noch die in brasilianischem Portugiesisch gesungene Fassung derselben. Doch die gibt’s leider nicht mehr neu auf Platte.

Björn Kulp (Rocksteady Records)

Der Beitrag ist noch bis zum 16.11.2023 00:00:00 verfügbar.