Berlinale

Unga Astrid

Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraims Tochter Langstrumpf, Ronja Räubertochter, die Brüder Löwenherz, Michel aus Lönneberga, die Kinder aus der Krachmacherstraße – die Liste der großartigen Kinderbuch-Heldinnen und Helden aus der Feder von Astrid Lindgren ist lang...

Unga Astrid © Erik Molberg Hansen
Unga Astrid | © Erik Molberg Hansen

Auch Konflikte und Kummer kann sie schildern wie kaum eine andere. Aber wie wurde die Schwedin zu dieser umwerfenden Geschichtenerfinderin – das will der Film „Becoming Astrid“ erzählen – und Katja Weber hat ihn gesehn.

Unga Astrid © Erik Molberg Hansen
Erik Molberg Hansen
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Zum Film: Für Astrid und ihre Geschwister ist es ein Glück, auf dem Pfarrbauernhof ihrer Eltern in Vimmerby aufzuwachsen. Obwohl strenge, religiöse Werte den Tagesablauf bestimmen, vermitteln ihnen Mutter Hanna und Vater Samuel doch immer auch Geborgenheit und einen Sinn für Freiheit. Sie ermöglichen Astrid, eine weiterführende Schule zu besuchen, die eigentlich nur reichen Bürgerkindern vorbehalten ist, und sie stellen sich der 18-Jährigen auch nicht in den Weg, als der Eigentümer der Ortszeitung ihr eine Stelle als Volontärin in der Redaktion anbietet. Reinhold Blomberg bringt ihr nicht nur bei, Korrektur zu lesen und Texte zu schreiben, er verliebt sich auch in sie. Als sie schwanger wird, fasst Astrid einen folgenreichen Entschluss: Sie lehnt es ab, ihn zu heiraten, und will allein für sich und ihren Sohn Lasse sorgen.
In ihrem Film über die Jugendjahre der Schriftstellerin Astrid Lindgren (1907–2002) porträtiert Pernille Fischer Christensen eine starke, unabhängige junge Frau, die gesellschaftliche Normen aufbricht und sich schwierigen Entscheidungen mutig stellt. Alba August charakterisiert ihre Astrid als wild und zugleich nachdenklich, verantwortungsvoll und im Kampf mit den eigenen Schuldgefühlen.
Quelle: Berlinale