100 Jahre Radio

Musik der 40er Jahre

Nachdem in den Kriegsjahren Durchhalteschlager wie „Davon geht die Welt nicht unter“ oder „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“ über das vom NS-Rundfunk verbreitete Wunschkonzert der Wehrmacht die deutschen Hörer vom Alltagshorror des Dritten Reichs kaum abgelenkt hatten, kam mit der Befreiung durch die Alliierten auch musikalisch eine frische Brise aus dem Radio.

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100 Jahre Radio | © radioeins

Louis Jordan war da schon fast ein Rock’n’Roller, Rudi Schuricke träumte von den Capri-Fischern und ein gewisser Karl Berbuer besang die Eingeborenen der drei Westzonen, liebevoll Trizonesien genannt. Und was könnte am Ende schöner sein als eine Sentimental Journey mit Doris Day.

Der damals sehr angesagte amerikanische Bigband-Leader Glenn Miller war 1944 mit seinem Army Air Force Orchestra zur Truppenunterhaltung im Kriegseinsatz in London. Im Dezember sollte er mit seiner Band anlässlich der von den Alliierten befreiten französischen Hauptstadt in Paris auftreten.

Dort ist sein Flieger leider nie angekommen. Über dem Ärmelkanal verschwand Millers Maschine spurlos. Sein Tod konnte nie aufgeklärt werden. Spuren in der Musik speziell im Bigband Jazz hat Glenn Miller aber reichlich hinterlassen. Das bereits 1939 aufgenommenes Stück „In The Mood“ wurde zu einer Hymne der Nachkriegsjahre.

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