Berlinale | Retrospektive

Bandits

Mit Anleihen beim Genrekino (Frauengefängnisfilm, Roadmovie) und der Clip-Ästhetik des Musikfernsehens brachte Katja von Garnier zu Zeiten von Riot Girls und Postfeminismus musikalische Frauenpower auf die Leinwand. Nach dem Vorbild US-amerikanischer Girl-Gang-Filme über vergleichbare „Renegade Sisters“ entwirft Bandits mit seinen individuell gezeichneten Protagonistinnen vier unterschiedliche Rollenmodelle für weibliche Selbstbehauptung zwischen Sexyness und Militanz – wobei der hübsche Mann auf dem Rücksitz vorübergehend zum begehrten Sexobjekt wird.

Volker Wieprecht zusammen mit Katja von Garnier und Nicolette Krebitz © radioeins/Jochen Saupe
Volker Wieprecht zusammen mit Katja von Garnier und Nicolette Krebitz | © radioeins/Jochen Saupe

Vier inhaftierte Frauen, die im Rahmen eines Rehabilitationsprogramms im Gefängnis eine Rock-Band gegründet haben, nutzen einen Auftritt beim Polizeiball zur gemeinsamen Flucht. Nach Medienberichten über das Quartett wittert ein Musikproduzent, der ihr Demo-Tape besitzt, das große Geschäft. Und tatsächlich werden die „Bandits“ auch dank seiner Hilfe über Nacht zu Stars. Bei einem Konzert vor ihren Fans können sie sich der Festnahme entziehen, indem sie einen Touristen als Geisel nehmen. Mit ihm im Auto und dem Kommissar im Nacken machen sie sich auf den Weg in den Hamburger Hafen, wo ein Schiff nach Amerika auf sie wartet...

Volker Wieprecht sprach mit der Regisseurin Katja von Garnier und der Hauptdarstellerin Nicolette Krebitz über den Film "Bandits".

Volker Wieprecht zusammen mit Katja von Garnier und Nicolette Krebitz © radioeins/Jochen Saupe
radioeins/Jochen Saupe
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Quelle: Berlinale