Aktionswoche

radioeins inklusiv

Vom 13. bis 16. September 2021, immer von 12 bis 13 Uhr, machen Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Radio. Beschäftigte aus den Werkstätten für Menschen mit Behinderung moderieren und setzen Themen auf radioeins. Schwerpunkt ist das Thema Inklusion auf dem Arbeitsmarkt.

Co-Moderator Ingo mit Nancy Fischer © radioeins/Keuneke
Co-Moderator Ingo mit Nancy Fischer | © radioeins/Keuneke

Heute mit Gastmoderator Ingo und unseren Service-Sprechern Martin und Thomas.

Unsichtbare Behinderungen
Mit dem Thema unsichtbare Behinderungen wollen wir uns heute beschäftigen. Damit haben Menschen zu kämpfen, denen man ihre Beeinträchtigung nicht auf den ersten Blick ansieht. Dazu gehören psychische Erkrankungen, Autismus oder das Erschöpfungssyndrom zum Beispiel. Weil man ihnen ihre Einschränkungen nicht ansieht, werden sie im Alltag oft überschätzt und überfordert oder - wenn sie diagnostiziert sind teilweise auch unterschätzt was ihre Fähigkeiten angeht. Wir haben in der vergangenen Woche zwei Männer getroffen, die uns von ihren Erfahrungen damit erzählt haben: Jörg und Benedikt.

Co-Moderator Ingo mit Nancy Fischer © radioeins/Keuneke
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Nicole
Nicole | © radioeins

Paddelgruppe in Berlin-Grünau
In dieser Woche soll es auch darum gehen, den Werkstatt-Alltag zu schildern. Und zu dem gehört längst nicht nur das Arbeiten an sich, die 17 Berliner Einrichtungen bieten auch ein großes Angebot an beruflicher Bildung und Weiterbildung: Es gibt viele grundlegende Angebote wie Lesen-, Schreib-oder Mathekurse, auch auch Fremsprachen und Computer-Kurse, Schach- und Brettspielgruppen, Mal- und Fotokurse, und diverse Reha-Sportgruppen.
Nicole zum Beispiel, die sonst mit Büro- und Abrechnungstätigkeiten betraut ist, hat uns enorm vorgeschwärmt von ihrer Paddelgruppe am Stützpunkt Berlin-Grünau

Blick nach Italien
Das EU-Parlament hat ja in Übereinstimmung mit der UN Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN Behindertenrechtkonvention) dafür plädiert, Werkstätten mehr und mehr zu schließen. Italien gilt dabei ja zumindest im Bereich Schule als viel besser aufgestellt, deutlich inklusiver und progressiver als Deutschland. Aber wie schaut es im Bereich Arbeit aus? Wir fragen unseren Korrespondenten Jörg Seisselberg in Rom.