Österreich hat gewählt

Schwierige Regierungsbildung - Kurz will mit allen Parteien reden

Ex-Kanzler Kurz hat mit seiner ÖVP bei den Wahlen in Österreich einen triumphalen Sieg errungen - ihm drohen aber schwierige Koalitionsverhandlungen: Sein bisheriger Partner, die rechtspopulistische FPÖ, will nach drastischen Verlusten offenbar in die Opposition gehen. Die Grünen, die mit einem zweistelligen Ergebnis ins Parlament einziehen, stellen Bedingungen für ein Regierungsbündnis. Die SPÖ wiederum ist nach deutlichen Verlusten geschwächt.

Sebastian Kurz, ÖVP-Chef und Spitzenkandidat © Georg Hochmuth/APA/dpa
Die konservative ÖVP von Parteichef Sebastian Kurz hat die Parlamentswahlen in Österreich mit großem Vorsprung gewonnen | © Georg Hochmuth/APA/dpa

In Österreich bahnt sich nach der vorgezogenen Parlamentswahl eine schwierige Regierungsbildung an. Ex-Kanzler Sebastian Kurz hat nach dem Wahlsieg seiner ÖVP Gespräche mit allen denkbaren Koalitionspartnern angekündigt. Die reagierten aber zurückhaltend.

Die rechte FPÖ und die Sozialdemokraten mussten starke Verluste hinnehmen und erklärten, ihr Wahlergebnis spreche gegen eine Regierungsbeteiligung. Die Grünen sehen erhebliche Differenzen in der Asyl- und Klimapolitik.  

Frauke Oppenberg sprach über die Wahl in Österreich mit dem Politikwissenschaftler Peter Filzmaier. Er ist Professor an den Universitäten Graz und Krems.

Sebastian Kurz, ÖVP-Chef und Spitzenkandidat © Georg Hochmuth/APA/dpa
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Die ÖVP kommt laut dem vorläufigen Endergebnis auf gut 38 Prozent, die SPÖ auf etwa 22, die FPÖ auf rund 17 und die Grünen auf gut zwölf Prozent.  

Da die Briefwähler noch nicht eingerechnet sind, können sich die Ergebnisse noch leicht verschieben.

Über die Reaktionen auf die Wahl in Österreich aus Deutschland berichtet Georg Schwarte aus dem ARD-Hauptstadtstudio: