Corona-Verordnung

Kinderhilfswerk kritisiert 2G-Regel in Berlin

Geimpft, Genesen und Getestet: Diese 3 Gs sorgen aktuell für reichlich Diskussionsstoff in der Pandemie-Bekämpfung. Am Dienstag hat beispielsweise der Berliner Senat ein 2G-Optionsmodell (also Geimpft/Genesen) beschlossen, das für reichlich Widerspruch sorgt.

Eine Familie geht durch eine Einkaufsstraße © imago images/Michael Gstettenbauer
Eine Familie geht durch eine Einkaufsstraße | © imago images/Michael Gstettenbauer

Denn unter anderen wird eine Personengruppe benachteiligt: Kinder - vor allem unter 12 Jahren, die sich noch gar nicht impfen lassen können und deshalb von vielen Aktivitäten des öffentlichen Lebens ausgeschlossen werden. Das hat auch für Kritik beim Deutschen Kinderhilfswerk ausgelöst.

Darüber spricht Nancy Fischer mit dem Bundesgeschäftsführer Holger Hofmann.

Eine Familie geht durch eine Einkaufsstraße © imago images/Michael Gstettenbauer
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Nach der breiten Kritik an seinem 2G-Optionmodell arbeitet der Senat daran, die Regelung zu entschärfen.

Demnach wird es doch Ausnahmen für Kinder unter 12 Jahren geben. Sie dürften dann auch dort mit dabei sei, wo 2G gilt. Keine 24 Stunden nach dem Beschluss des Senats deutet sich eine umfassende Kursänderung an. Die Gesundheitsverwaltung teilte mit, dass der Senat noch am Mittwoch über Ausnahmen für Kinder beraten wird. Es gehe um "die
übergangsweise Erweiterung des 2G-Optionsmodells um Kinder unter 12 Jahren, bis die Impfung dieser Kinder möglich ist", hieß es.

Eine Senatssondersitzung ist für diese Änderungen nicht erforderlich. Die Korrektur der bereits beschlossenen 2G-Regel kann auch im so genannten Umlaufverfahren beschlossen werden. Dem Vernehmen nach soll das im Laufe des Tages geschehen.