BHG-Urteil

Urteil zu Personenbezeichnungen auf Formularen

Frauen müssen in Formularen nicht in weiblicher Form angeredet werden. Das hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entschieden. Er wies damit die Revision einer Sparkassen-Kundin aus dem Saarland zurück; sie wollte auch in unpersönlichen Vordrucken als "Kundin" und nicht als "Kunde" angesprochen werden.

Sparkassen-Anschreiben © imago/epd
Sparkassen-Anschreiben | © imago/epd

Laut dem heutigen Urteil verletzt die Anrede "Kunde" nicht das Persönlichkeitsrecht von Frauen und verstößt auch nicht gegen den Gleichheitsgrundsatz. Die 80-jährige Klägerin will das BGH-Urteil nicht anerkennen und hat angekündigt, vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen.