Abfallvermeidung im Handel

Kabinett beschließt Gesetzentwurf gegen Retouren-Vernichtung

Das Kabinett hat einen Entwurf zur Änderung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes beschlossen. Demnach soll unter anderem eine sogenannte Obhutspflicht für den Umgang mit Retouren und nicht verkaufter Neuware festgeschrieben werden.

Pakete mit Aufklebern "Rücksendung" und "Retour" © imago/photothek
Pakete mit Aufklebern "Rücksendung" und "Retour" | © imago/photothek

Die Bundesregierung will dafür sorgen, dass Händler künftig weniger Produkte vernichten. Das Kabinett hat dazu einen Gesetzentwurf verabschiedet. Ziel ist es, dass Händler Retouren und Ladenhüter nicht mehr so einfach als Abfall deklarieren und entsorgen können wie bisher.

Außerdem sollen die Händler künftig transparent machen, ob und wie viele Waren sie vernichten. Umweltministerin Schulze kritisiert in diesem Zusammenhang eine Wegwerf-Mentalität, vor allem im Onlinehandel. 

Nach Recherchen von Greenpeace lässt allein der US-Konzern Amazon regelmäßig in großem Umfang Neuwaren entsorgen, um Lagerkosten zu sparen.

Nancy Fischer sprach darüber mit dem Umweltforscher Michael Braungart. Er ist Geschäftsführer der Umweltforschung GmbH in Hamburg. „Wir müssen insgesamt eine Materialwirtschaft machen, wo echte Kreisläufe geschlossen werden. Und dahin ist es noch ein sehr sehr weiter weg“, sagt Braungart.

Pakete mit Aufklebern "Rücksendung" und "Retour" © imago/photothek
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