Zahlen und Fakten

BUND stellt neuen "Fleischatlas" vor

Wir essen immer noch zu viel Fleisch: Im Schnitt liegt der Fleischkonsum in Deutschland bei 60 Kilogramm pro Person. Wir sind zwar nicht der Spitzenreiter im Ranking, aber dies ist auf jeden Fall zu viel, um das Klima zu entlasten. Im "Fleischatlas" trägt die Umweltorganisation BUND gemeinsam mit der Heinrich-Böll-Stiftung regelmäßig Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel zusammen.

Ein Mastschwein steht in einem Mastbetrieb in Niedersachsen im Stall © dpa/Carmen Jaspersen
Ein Mastschwein steht in einem Mastbetrieb in Niedersachsen im Stall | © dpa/Carmen Jaspersen

Gefordert wird ein grundlegender Umbau der Fleischproduktion und gezielte Maßnahmen zur Verringerung des Fleischkonsums. Ohne einen Kurswechsel steige der Fleischverbrauch weiter an und verschärfe die Klimakrise, erklärten Stiftungsvorstand Barbara Unmüßig und der Vorsitzende des BUND, Olaf Bandt, am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung des "Fleischatlas 2021". Er bietet auf mehr als 50 Seiten Grafiken und Fakten über die Fleischproduktion und den Konsum weltweit.

Es gibt aber auch positives zu berichten. Demnach hat der Fleischkonsum unter Jüngeren abgenommen. Im Vergleich mit der Gesamtbevölkerung ernähren sich einer Umfrage zufolge doppelt so viele 15- bis 29-Jährige vegetarisch oder vegan. 10,4 Prozent von ihnen ernähren sich demnach vegetarisch, 2,3 Prozent vegan. Zusammen verzichteten damit knapp 13 Prozent auf Fleisch - rund doppelt so viele wie in der Gesamtbevölkerung, heißt es in einer am Mittwoch in Berlin vorgestellten repräsentativen Umfrage im Auftrag der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung. Die Ergebnisse der Umfrage sind ebenfalls im "Fleischatlas 2021" erschienen.

Über weitere Ergebnisse spricht Sophia Wetzke mit Katrin Wenz vom BUND.

Ein Mastschwein steht in einem Mastbetrieb in Niedersachsen im Stall © dpa/Carmen Jaspersen
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Der komplette "Fleischatlas 2021"zum Nachlesen unter: www.bund.net/fleischatlas