Verbesserte Tastuntersuchung

Brustkrebsvorsorge durch blinde Frauen

Ein Beitrag von radioeins-Reporterin Laurina Schräder

Bei Discovering Hands nutzen ausgebildete sehbehinderte Menschen ihren Tastsinn um zur Brustkrebsfrüherkennung beizutragen, denn viele von ihnen haben einen sensibleren Tastsinn als Menschen, die nicht blind oder sehbehindert sind. Sie können Knötchen ab einer Größe von 4 mm ertasten.

Discovering Hands: Brustkrebsfrüherkennung durch sehbehinderte Frauen © imago images/Hohlfeld
Discovering Hands: Brustkrebsfrüherkennung durch sehbehinderte Frauen | © imago images/Hohlfeld

Etwa 70.000 Frauen erkranken in Deutschland jährlich an Brustkrebs. Brustkrebs ist damit die häufigste Krebsart unter Frauen – und das, laut deutscher Krebsgesellschaft, nicht nur in Deutschland, sondern in allen Staaten der industrialisierten Welt. Zudem hat sich die Zahl der Fälle seit den 80er Jahren etwa verdoppelt, auch wenn gleichsam die Heilungschancen gestiegen sind.

Ein Grund dafür ist die Früherkennung von Brustkrebs. Auf die spezialisiert hat sich auch Discovering Hands. Dort arbeiten Frauen mit Sehbehinderung, die kleinste Veränderungen im Brustgewebe ertasten können – und morgen zum Tag der offenen Tür in Berlin-Mitte einladen.

radioeins-Reporterin Laurina Schräder hat sich mit ihrer Arbeit schon vertraut gemacht.

Discovering Hands: Brustkrebsfrüherkennung durch sehbehinderte Frauen © imago images/Hohlfeld
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