Landtagswahl

Analyse der Wahlergebnisse in Brandenburg

Die SPD ist trotz klarer Verluste als Sieger aus der Landtagswahl in Brandenburg hervorgegangen. Die AfD rangiert nach deutlichen Zugewinnen auf Platz zwei, bleibt aber ohne Regierungsoption.

Eine Gliederpuppe verschiebt Kugeln auf einem Rechenschieber © imago/imagebroker/begsteiger
Rechnerisch sind Koalitionen aus SPD, CDU und Grünen, rot-rot-grün und eine Koalition aus SPD, CDU und Freien Wählern möglich | © imago/imagebroker/begsteiger

Der Brandenburger Ministerpräsident, Dietmar Woidke, will nach der Landtagswahl schnell mit den Gesprächen über eine Regierungsbildung beginnen. Der SPD-Politiker bekräftigte im Inforadio (rbb), dass er zunächst mit der CDU sprechen will - möglicherweise schon diese Woche. Denn die SPD kann in Brandenburg nicht wie bisher mit der Linken weiterregieren. 

Die Sozialdemokraten sind bei der Landtagswahl laut vorläufigem Endergebnis mit 26,2 Prozent zwar stärkste Kraft geworden, haben aber deutlich verloren. Auch die Linken verlieren und landen bei 10,7 Prozent der Stimmen. Die CDU verliert ebenfalls und kommt auf 15,6 Prozent. 

Dagegen kann die AfD deutlich zulegen und wird mit 23,5 Prozent zweitstärkste Kraft. Die Vizechefin der Brandenburger AfD, Birgit Bessin, sagte im Inforadio (rbb), die Partei habe mit ihren Themen wie Braunkohle-Förderung und Innerer Sicherheit das angesprochen, was viele bewege. 

Außer der AfD konnten auch die Grünen deutlich zulegen, sie kommen auf 10,8 Prozent. Ebenfalls weiter im Landtag in Potsdam vertreten sind die Freien Wähler, sie kommen auf 5 Prozent. Die FDP scheiterte an der 5-Prozent-Hürde.

Frauke Oppenberg analysiert mit dem Politikwissenschaftler Dr. Aiko Wagner von der Universität Potsdam die Wahlergebnisse der Landtagswahl in Brandenburg.

Eine Gliederpuppe verschiebt Kugeln auf einem Rechenschieber © imago/imagebroker/begsteiger
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