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Früherer CDU-Politiker Merz verzichtet auf Ludwig-Erhard-Preis

Es gibt ja Preise, von deren Existenz man erst erfährt, wenn es irgendeinen Ärger um sie gibt. Der Ludwig-Ehrhard-Preis gehört wahrscheinlich für die meisten dazu.

Friedrich Merz © imago/IPON
Friedrich Merz | © imago/IPON

Der Ludwig-Ehrhard-Preis wird von der Ludwig-Erhard-Stiftung verliehen für "Verdienste um die Soziale Marktwirtschaft". Und er ist jetzt in die Schlagzeilen gekommen, weil der frühere CDU-Politiker Friedrich Merz, der ihn in diesem Jahr bekommen sollte, abgelehnt hat. Daraufhin ist auch ein Teil der Jury zurückgetreten.

Es geht bei den Auseinandersetzungen vor allem um die Person des Stiftungsvorsitzenden, Roland Tichy. Der war früher Chefredakteur der "Wirtschaftswoche" und gibt jetzt sein eigenes Magazin heraus: "Tichys Einblick", das Kritiker als rechtspopulistisch und unseriös bezeichnen.

Warum sollte uns dieser Streit interessieren? Stefan Niggemeier, Medienjournalist und Gründer von Übermedien.de, sagt in seinem Kommentar dazu, dass es erst einmal wichtig ist, "sich überhaupt mit diesen Seiten und diesen Publizisten auseinanderzusetzen".