Wissen - Denken - Meinen

Facebook wirft Medien aus den Timelines und will wieder privater werden

Für viele Menschen ist Facebook die wichtigste Quelle für Nachrichten. Und für viele Online-Medien ist Facebook die wichtigste Quelle für Leser. Das bringt aber viele Probleme mit - auch für das Netzwerk, das von vielen mit dafür verantwortlich gemacht wird, dass sich "Fake News" so rasant verbreiten. Facebook hat daraus jetzt eine Konsequenz gezogen.

Nahaufnahme vom Logo des sozialen Netzwerks Facebook, aufgenommen auf einem Computerbildschirm © radioeins/Chris Melzer
Nahaufnahme vom Logo des sozialen Netzwerks Facebook, aufgenommen auf einem Computerbildschirm | © radioeins/Chris Melzer

In Zukunft will man wieder vor allem der Ort für private Nachrichten sein. Der Algorithmus wurde so verändert, dass Nachrichtenseiten weniger angezeigt werden. Auf einer Konferenz sagte die Facebook-Nachrichtenchefin, Campbell Brown, am Montag: "Die Leute gehen nicht wegen der Nachrichten auf Facebook, sondern für Freunde und Familie." Und wenn Facebook für ein Unternehmen nicht funktioniere, solle es halt nicht auf Facebook sein.

Ist es eine gute Nachricht, wenn Facebook nicht mehr so sehr versucht eine Nachrichtenquelle zu sein? Ein Kommentar von Stefan Niggemeier, Medienjournalist und Gründer von Übermedien.de

radioeins/Chris Melzer
Download (mp3, 5 MB)