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Football Leaks: Wenn die Verpackung vom Inhalt ablenkt

Seit dem vergangenen Wochenende gibt es täglich neue Enthüllungen über die Machenschaften im internationalen Fußball.

Ein Spot leuchtet auf einen Fußball © imago/fStop Images
Ein Spot leuchtet auf einen Fußball | © imago/fStop Images

Die sogenannten "Football Leaks" werden von Whistleblowern seit zweieinhalb Jahren dem "SPIEGEL"-Journalisten Rafael Buschmann zugänglich gemacht. Der wertet die internen Dokumente und E-Mails mit einem großen Netzwerk internationaler Kollegen aus, zu dem auch der NDR gehört. Sie belegen, wie sehr die Branche von Gier getrieben ist - und wie wenig Rücksicht sie auf irgendeine Art von Fairplay nimmt.

In den neuen Veröffentlichungen geht es unter anderem um die dubiose Finanzierung der Vereine Paris St. Germain und Manchester City, um die zweifelhafte Rolle des Fifa-Chefs Gianni Infantino und um geheime Pläne für eine exklusive "European Super League" auf Kosten der kleineren Vereine und der nationalen Ligen.

Ist das nicht ein Beispiel dafür, wie wichtig investigativer Journalismus ist? Ein Kommentar von Stefan Niggemeier, Medienjournalist und Gründer von übermedien.de

Ein Spot leuchtet auf einen Fußball © imago/fStop Images
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Stefan Niggemeier sagt Ja, das ist es. "Es ist aber auch ein Beispiel dafür, wie sehr es bei solchen Veröffentlichungen inzwischen um Marketing geht. Wie alles dafür getan wird, dass die Dinge, die man da mit großem Aufwand recherchiert hat, auch eine entsprechend große Aufmerksamkeit bekommen. Und das geht - meiner Meinung nach - leider auf Kosten des Inhaltes."