Mi 13.02. 16:40

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Cathy Hummels und die Schleichwerbung

Cathy Hummels sieht sich als Frauenzeitschrift. Das klingt erstmal abwegig, ist es vielleicht aber gar nicht.

Cathy Hummels und ihr Anwalt im Landgericht München © dpa/Tobias Hase
Cathy Hummels und ihr Anwalt im Landgericht München | © dpa/Tobias Hase

Der Frau von Fußballnationalspieler Mats Hummels folgen auf Instagram immerhin fast 500.000 Menschen und lassen sich von ihr unter anderem neue Modetrends vorführen. Sie ist eine erfolgreiche Influencerin.

In dieser Woche stand sie deshalb in München vor Gericht: Der Verband sozialer Wettbewerb hat mehrere Beiträge von ihr abgemahnt, weil sie Markenprodukte empfahl und das nicht als Werbung gekennzeichnet hatte. Sie wehrt sich dagegen: Es sei keine Werbung, weil sie kein Geld dafür bekommen habe.

Geht es den Schleichwerbern jetzt an den Kragen? Ein Kommentar von Stefan Niggemeier, Medienjournalist und Gründer von übermedien.de

Cathy Hummels und ihr Anwalt im Landgericht München © dpa/Tobias Hase
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Niggemeier hofft, dass "Cathy Hummels den Prozess gewinnt, weil es einer sinnvollen Kennzeichnung von Werbung dienen würde. Das entspräche auch den Regeln, die die Landesmedienanstalten vor kurzem in einem praktischen Leitfaden veröffentlicht haben. Darin heißt es: Wer keine Leistung für eine Produktempfehlung bekommen hat, muss auch nicht Werbung dran schreiben. Es sei denn - er oder sie preist sie so positiv an, dass man als Zuschauer gar nicht glauben kann, dass er nichts dafür bekommen hat."