Wissen - Denken - Meinen

Debatte um Randbebauung am Tempelhofer Feld

Berlins Bausenatorin Lompscher sieht trotz der anhaltenden Wohnungsnot keinen Anlass, das Tempelhofer Feld zu bebauen. Das gelte auch für eine Randbebauung, sagte die Linken-Politikerin dem rbb.

Ein Lageplan vom Tempelhofer Feld © radioeins/Melzer
Ein Lageplan vom Tempelhofer Feld © radioeins | © radioeins/Melzer

Zum einen sei dies im Tempelhof-Gesetz so festgelegt. Zum anderen sei der Zusammenhang zwischen Flughafengebäude und dem Feld städtebaulich prägend. Das dürfe man nicht aufs Spiel setzen. 

Die Linken-Landesvorsitzende Katarina Schubert sagte im rbb, das Feld sei eine wichtige Kaltluftschneise. Man könne die Stadt nicht völlig zubetonieren und dadurch bestehende Ökosysteme gefährden, betonte Schubert. Sollte es zu einem neuen Volksentscheid kommen, werde die Linke dafür werben, die Freifläche zu erhalten.

SPD-Fraktionschef Raed Saleh hat sich zuletzt mit Verweis auf die Wohnungsnot dafür ausgesprochen, die Ränder des Feldes zu bebauen. Dafür werde sich die SPD in der nächsten Legislaturperiode einsetzen, sagte er. Im aktuellen Berlin-Trend sprachen sich 59 Prozent der Befragten für die Bebauung aus.

Ein Kommentar von dem Soziologen Harald Welzer.

Ein Lageplan vom Tempelhofer Feld © radioeins/Melzer
radioeins/Melzer
Download (mp3, 4 MB)

Zur Person

Harald Welzer

Harald Welzer © radioeins/Saupe
radioeins/Saupe

Harald Welzer kam 1958 in Bissendorf bei Hannover zur Welt. Er studierte Soziologie, Politische Wissenschaft und Literatur. Später promovierte er in Soziologie. Noch ein bisschen später ... [mehr]