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Bootsflüchtlinge im Mittelmeer - Abweisen und abschrecken

Italien will keine Schiffe mit Flüchtlingen an Bord an seinen Häfen anlegen lassen. Über die ausbleibende Hilfe der europäischen Partner hat sich das Land lange beklagt - und der neue Innenminister, Matteo Salvini von der rechtsextremen Lega Nord, zieht nun eigene Schlüsse.

Gerettete Flüchtlinge harren auf einem Rettungsschiff im Mittelmeer aus © AP Photo/Emilio Morenatti
Gerettete Flüchtlinge harren auf einem Rettungsschiff im Mittelmeer aus | © AP Photo/Emilio Morenatti

Schon mehrfach waren Schiffe mit hunderten von Geretteten an Bord unterwegs im Mittelmeer, auf der Suche nach einem sicheren Hafen. Auch in der vergangenen Woche war das wieder der Fall: 450 Menschen an Bord, nirgends die Möglichkeit anzulegen. Inzwischen haben sich Malta, Frankreich, Spanien, Portugal und Deutschland bereit erklärt, Menschen von diesen Schiffen aufzunehmen - und Italien lässt sie daraufhin an Land.

Müssen wir uns an dieses Verfahren, an dieses Geschacher um Bootsflüchtlinge gewöhnen? Ein Kommentar von Harald Welzer.

Gerettete Flüchtlinge harren auf einem Rettungsschiff im Mittelmeer aus © AP Photo/Emilio Morenatti
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Zur Person

Harald Welzer

Harald Welzer © radioeins/Saupe
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Harald Welzer kam 1958 in Bissendorf bei Hannover zur Welt. Er studierte Soziologie, Politische Wissenschaft und Literatur. Später promovierte er in Soziologie. Noch ein bisschen später ... [mehr]