Mo 30.11. 16:40

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Diskussionen über Coronahilfen - Laschet fordert neues Konzept

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Laschet fordert ab Januar neue Konzepte in der Corona-Politik. Der CDU-Politiker sagte der "Rheinischen Post", noch ein weiteres Jahr, wie dieses, hielten Gesellschaft und Wirtschaft nicht durch. Dauerhafte Schließungen und anschließende Ausgleichszahlungen machten den Staat auf Dauer kaputt.

Friedrich Merz steht nach eigener Aussage für "Aufbruch und Erneuerung", Armin Laschet für "Kontinuität" © imago images/photothek
Ein weiteres Jahr wie 2020 halten Gesellschaft und Wirtschaft nicht aus, ist NRW-Ministerpräsident Laschet überzeugt | © imago images/photothek

Politiker diskutieren, wie lange die Corona-Hilfe noch laufen kann und wer sie zahlen soll. Wirtschaftsexperten sagen, der Bund ist zu verschwenderisch. Und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet fordert, dass es ab Januar neue Konzepte für den Umgang mit der Corona-Pandemie gibt. Diese müssten dann eine langfristige Perspektive bieten, sagte der CDU-Politiker der "Rheinischen Post". Alles zu schließen und dafür Monat für Monat Milliarden zu bezahlen mache den Staat auf Dauer kaputt.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz zeigt sich dagegen zuversichtlich, dass Deutschland die coronabedingten Schulden wieder abbauen kann. Dabei setze er vor allem auf ein Wachstum der Wirtschaft, sagte der SPD-Politiker im ZDF. Er kündigte außerdem an, dass die Unternehmen bis ins nächste Jahr hinein unterstützt werden.

Herr Laschet fordert neue Konzepte. Warum gibt es die nicht längst? Dazu ein Kommentar des Sozialpsychologen Harald Welzer.

Friedrich Merz steht nach eigener Aussage für "Aufbruch und Erneuerung", Armin Laschet für "Kontinuität" © imago images/photothek
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Zur Person

Harald Welzer

Harald Welzer © radioeins/Saupe
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Harald Welzer kam 1958 in Bissendorf bei Hannover zur Welt. Er studierte Soziologie, Politische Wissenschaft und Literatur. Später promovierte er in Soziologie. Noch ein bisschen später ... [mehr]