Harald Martenstein

Über den Versuch, mit der Bahn von Berlin nach Magdeburg zu fahren

Was machen die Bahnchefs eigentlich mit den vielen Milliarden für die Mobilitätswende? An Verspätungen sind sie jedenfalls nicht schuld, das war das Gesundheitsamt.

Harald Martenstein
Harald Martenstein | © dpa

Harald Martenstein musste nach Magdeburg, um dort im OLi-Kino eine Veranstaltung nachzuholen, die zwei- oder dreimal wegen Corona verschoben werden musste. Die Fahrt sollte von Berlin über Wolfsburg gehen, die Umsteigezeit in Wolfsburg betrug 30 Minuten. Als der ICE nach Wolfsburg im Bahnhof Berlin-Spandau einfuhr, war er leider bereits 35 Minuten verspätet, Tendenz steigend. Ihm als emsigem Bahnkunden ist aufgefallen, dass vor allem die ICEs in letzter Zeit oft gigantische Verspätungen haben. Regionalzüge sind pünktlicher. Dafür werden Regionalzüge aber hin und wieder ersatzlos gestrichen, während ICEs nur selten komplett ausfallen, zumindest bei gutem Wetter. Als Bahnkunde darf man entscheiden, was man haben will. Zu Terminen, die einem unangenehm sind, sollte man besser den spätestmöglichen Regionalzug nehmen, womöglich bleibt der Termin einem dann komplett erspart, und man kann es auf die Bahn schieben...

Zur Person

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Klug und nachdenklich. Mit seiner angenehmen Stimme erklärt er die alltäglichen Nebensachen unserer Welt. Harald Martenstein ist mit seiner Kolumne seit 2007 auf radioeins zu hören. [mehr]