Harald Martenstein - Über das Chaos bei der Berliner Wahl

Harald Martenstein
Harald Martenstein | © dpa

Die Wahl in Berlin versank im Chaos. Als Bürger kann man im Nachhinein sinnvollerweise nur eines fordern: Dass beim nächsten Mal auch Hunde ihre Stimme abgeben dürfen.

Harald Martenstein hat ein neues Wort gelernt, Mandatsrelevanz. Berlin ist bekanntlich an der Aufgabe gescheitert, gleichzeitig eine Bundestagswahl, einen Volksentscheid, eine Landtagswahl und einen Marathonlauf zufriedenstellend zu organisieren. Am besten funktionierte der Marathonlauf. Bei den Wahlen standen Leute manchmal stundenlang an, um dann die falschen Wahlzettel in die Hand gedrückt zu bekommen, Stimmen waren deshalb massenhaft ungültig.

Rekord: 70 Prozent ungültige, beim Volksentscheid in einer Neuköllner Grundschule. Aus Reinickendorf wurde eine Wahlbeteiligung von 150 Prozent gemeldet. Alte gingen resigniert nach Hause, weil sie nicht mehr so lange Schlange stehen können, Jugendliche dagegen durften in unbekannter Zahl den Bundestag wählen. Das wunderte sie manchmal selbst...

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Zur Person - Harald Martenstein

Klug und nachdenklich. Mit seiner angenehmen Stimme erklärt er die alltäglichen Nebensachen unserer Welt. Harald Martenstein ist mit seiner Kolumne seit 2007 auf radioeins zu hören.