Harald Martenstein über

Gänsebraten und Weihnachtstrauma

Der Kult-Kolumnist Harald Martenstein macht sich in seiner Kolumne Gedanken um Nebensachen und Alltäglichkeiten ...

Harald Martenstein
Harald Martenstein | © dpa

Und wieder ist Weihnachten geschafft, für nicht wenige der Stresstermin Nummer eins! Als Harald Martenstein ein Kind war, gab es bei ihm zu Hause immer Gans, mit Äpfeln und Maronen gefüllt. Das Braten der Gans oblag abwechselnd seiner Mutter und ihrem jeweiligen Lebenspartner. Die Kochkünste der Geliebten und Ehemänner waren unterschiedlich. Sein Vater zum Beispiel war ein ziemlich guter Koch, sein Nachfolger nicht so, der nächste kochte ganz passabel. Aber an der Gans scheiterten sie alle. Die Gans war entweder innen noch blutig, oder sie sah wie ein Kohlekumpel aus, der gerade von der Schicht kommt. Während des Kochvorgangs stand seine Mutter neben dem Mann und kritisierte ihn. Das machte die Männer natürlich nervös. Sie sagte Sachen wie "Du musst die Gans doch auch regelmäßig begießen" oder "Da sind noch Federn dran" oder "Die Temperatur stimmt nicht"...

Zur Person

Harald Martenstein

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Klug und nachdenklich. Mit seiner angenehmen Stimme erklärt er die alltäglichen Nebensachen unserer Welt. Harald Martenstein ist mit seiner Kolumne seit 2007 auf radioeins zu hören. [mehr]