Harald Martenstein über

Das Erkennen von Irrtümern und das Deuten von Rauchwolken

William Turner hat ein berühmtes Anti-Sklaverei-Bild gemalt. Nun wird er kritisiert, weil er zuvor von der Sklavenausbeutung profitierte - und weil er Rauchwolken malte.

Harald Martenstein
Harald Martenstein | © dpa

Bilder von William Turner kann sich kaum jemand leisten, höchstens Drucke oder Poster. Harald Martenstein besitzt ein Poster, das die Silhouette seiner Heimatstadt Mainz zeigt. Der Brite, ein Titan der Kunstgeschichte, ist 1851 mit Mitte 70 gestorben. Berühmt ist unter anderem sein Bild "Das Sklavenschiff" inspiriert von einem wahren Ereignis. Nun meldete die "Frankfurter Allgemeine", dass William Turner ausrangiert werden soll, "weil er Sklavenhandel guthieß und Rauchschwaden malte."

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Klug und nachdenklich. Mit seiner angenehmen Stimme erklärt er die alltäglichen Nebensachen unserer Welt. Harald Martenstein ist mit seiner Kolumne seit 2007 auf radioeins zu hören. [mehr]