Nordosten Brandenburgs

Vermehrtes Fischsterben in der Alten Oder

Das Fischsterben in der Alten Oder ist nach den Worten von Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (Die Grünen) "nicht ansatzweise" vergleichbar mit dem massenhaften Fischsterben in der Oder. Am Sonntag hatten die Behörden vor Kontakt mit dem Wasser in der Alten Oder gewarnt, die ein Nebenarm der Oder ist. Im Bereich Oderberg (Barnim) seien vermehrt tote Fische angespült worden, hieß es.

Tote Fische in einem Gewässer des Gebiets der Alten Oder © rbb/Michael Lietz
Tote Fische in einem Gewässer des Gebiets der Alten Oder | © rbb/Michael Lietz

Das aktuelle Fischsterben in der Alten Oder ist nach Auskunft von Brandenburgs Agrarminister Axel Vogel nicht vergleichbar mit dem massenhaften Fischsterben in der Strom-Oder. Gestern hatten Behörden offiziell vor Kontakt mit dem Wasser der Alten Oder gewarnt, da im Bereich Oderberg vermehrt tote Fische angespült wurden. Nach derzeitigen Erkenntnissen sei das Fischsterben in der Alten Oder durch Sauerstoffzehrung ausgelöst worden, so Vogel heute.

Das Gewässer sei nach dem massiven Fischsterben in der Oder abgeriegelt worden. Weil tagelang kein Frischwasser zugeführt wurde, sei die Wassermenge gesunken - in der Folge gab es zu wenig Sauerstoff.

Wir sprechen darüber mit Lars Dettmann vom Landesfischereiverband Brandenburg / Berlin e.V.

Tote Fische in einem Gewässer des Gebiets der Alten Oder © rbb/Michael Lietz
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Nach Einschätzung des WWF belegt das erneute Fischsterben, wie angeschlagen das sensible Ökosystems der Oder und der umliegenden Gewässer ist. Für eine Entwarnung gebe es dahier keinen Grund. Wenn nicht endlich gegengesteuert und für einen guten ökologischen Zustand des Flusses gesorgt werde, könnte sich eine derartige Umweltkatastrope wiederholen, so der WWF. Er fordert u.a. das grenzübergreifende Monitoring für die Oder zu verbessern, den auf polnischer Seite laufenden Ausbau auf Eis zu legen sowie ein Aktionsprogramm zur Revitalisierung der Oder aufzulegen.