Nordsyrien

Türkische Offensive: Mehr als 100 Tote

Das türkische Militär treibt die Offensive gegen Kurdenmilizen in Nordsyrien voran. Laut Verteidigungsministerium rücken Bodentruppen im Osten des Flusses Euphrat weiter vor. In Ankara sagte Präsident Erdogan, bisher seien 109 Terroristen getötet worden. Mit diesem Ausdruck sind die Kämpfer der kurdischen YPG-Miliz gemeint. Die kurdische Seite berichtete, es habe auch zivile Opfer gegeben.

Rauch steigt zwischen Häusern nach einem Bombenangriff über der nordsyrischen Stadt Ras al-Ain auf © Mustafa Kaya/XinHua/dpa
Rauch steigt zwischen Häusern nach einem Bombenangriff über der nordsyrischen Stadt Ras al-Ain auf | © Mustafa Kaya/XinHua/dpa

Der Einsatz stößt international auf Kritik. Heute will sich der UN-Sicherheitsrat mit dem Thema beschäftigen. Erdogan drohte außerdem der EU erneut damit, die Grenzen seines Landes für Flüchtlinge zu öffnen, die nach Europa wollen. Er werde dies tun, wenn die Militäroperation in Nordsyrien weiter als Invasion bezeichnet werde, so Erdogan vor Anhängern seiner Partei.

ARD-Korrespondent Christian Buttkereit berichtet aus dem türkisch-syrischen Grenzgebiet.

Rauch steigt zwischen Häusern nach einem Bombenangriff über der nordsyrischen Stadt Ras al-Ain auf © Mustafa Kaya/XinHua/dpa
Mustafa Kaya/XinHua/dpa
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