Di 14.01. 17:11
radioeins ab vier

Aktuell

Studie: Weltmeere erwärmen sich immer stärker

Wenn man wirklich Klimawandel sehen will, dann in den Meeren.

Internationale Untersuchungen zeigen, dass die Weltmeere immer wärmer werden. Nach einer wissenschaftlichen Studie sind in den vergangenen zehn Jahren die höchsten Wassertemperaturen seit den 50er-Jahren gemessen worden.

Abgestorbene Korallen in einer Lagune © imago images/blickwinkel
Die Meereserwärmung durch den Klimawandel löst Wirbelstürme und extremes Wetter aus, kann auch mit hinter Waldbränden wie in Australien stecken und bedroht Fische und andere Lebewesen | © imago images/blickwinkel

Noch nie zuvor sind höhere Wassertemperaturen in den Weltmeeren gemessen worden als im vergangenen Jahr. Das zeigen Untersuchungen eines internationalen Teams von Wissenschaftler. Demnach sind in den vergangenen zehn Jahren die höchsten Wassertemperaturen seit den 1950er Jahren aufgezeichnet worden. Davon seien die letzten fünf Jahre die wärmsten gewesen. Ebenso beschleunige sich die Erwärmung der Ozeane, so die Forscher. 

Sie riefen dazu auf, den Klimawandel zu stoppen. Die Folgen seien katastrophal. Steigende Meerestemperaturen würden zu Wetterextremen wie Wirbelstürmen und heftigen Niederschlägen führen.

Max Spallek sprach darüber mit dem Klimaforscher Modib Latif. Er ist der Leiter des Forschungsbereich Ozeanzirkulation und Klimadynamik am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel.

„Was die wenigsten wissen ist, dass über 90 Prozent der Wärme, die durch den Anstieg der Treibhausgase, wie CO2, im System zurückgehalten werden, in den Weltmeeren verschwunden ist. Und deswegen erwärmt sich da ein gigantischer Wasserkörper bis hinab in mehrere tausend Meter Tiefe. Wenn man wirklich Klimawandel sehen will, dann in den Meeren“, sagt der Klimaforscher Modib Latif.