Nach der Landtagswahl

Walter: Stimmenverluste der Linke teilweise hausgemacht

Der Spitzenkandidat der Linken in Brandenburg, Sebastian Walter, sieht Fehler innerhalb des Landesverbandes als Grund für die Stimmenverluste bei der Landtwagswahl. Im rbb-Interview sprach er von "hausgemachten Problemen im Landesverband".

Wahlplakat der Partei Die Linke mit der Aufschrift "Für Dich. Für Brandenburg. Ums Ganze" © dpa/Monika Skolimowska
"Wir werden mit allen sondieren, die für eine Regierungsbildung infrage kommen", sagte Woidke | © dpa/Monika Skolimowska

Wir haben in den letzten Jahren viele Fehler gemacht und ich glaube wir haben auch zu spät bestimmte Herausforderungen und Probleme der Menschen erkannt und konnten in den letzten Wochen des Wahlkampfes leider nicht mehr die Fehler wegmachen, die wir vielleicht in den Jahren zuvor gemacht haben", sagte Walter. Außerdem habe "die Polarisierung zwischen entweder SPD oder AfD der letzten Tage" der Partei Stimmen gekostet. 

Die Partei müsse in ganz Ostdeutschland darüber reden, wie die Linke wieder mehr an die Menschen herankomme. "Wie bekommen wir es hin, dass wir die Rolle haben, dass wir die Vertreter/innen ihrer Interessen sind?", so Walter. Er bezeichnete das Wahlergebnis zugleich als Chance für Erneuerung. "Weil die Linke wird natürlich gebraucht." Ob die Linke sich möglicherweise wieder an der Landesregierung beteiligen wird, ließ er offen.

Die Linke erzielte bei der Landtagswahl in Brandenburg 10,7 Prozent und verlor fast acht Punkte im Vergleich zur letzten Wahl.

Katja Weber und Holger Klein sprachen darüber mit Sebastian Walter, dem Spitzenkandidat der Linken in Brandenburg.

Wahlplakat der Partei Die Linke mit der Aufschrift "Für Dich. Für Brandenburg. Ums Ganze" © dpa/Monika Skolimowska
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Wagenknecht: Linke hilft AfD zum Erfolg


Die Linksfraktionschefin im Bundestag, Sahra Wagenknecht, gibt ihrer Partei eine Mitschuld an den guten Wahlergebnissen der AfD. Die Linke sei über viele Jahre die Stimme der Unzufriedenen gewesen, sagte Wagenknecht den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Indem sich die Partei von ihren früheren Wählern entfremdet habe, habe es die Linke der AfD leicht gemacht. Insofern sei ihre Partei für den Erfolg der AfD mitverantwortlich, so Wagenknecht. 

Die Linke müsse klären, für wen sie in erster Linie Politik machen wolle: Für die gut ausgebildete, gehobene Mittelschicht in den Metropolen oder für diejenigen, die um ihr bisschen Wohlstand immer härter kämpfen müssten, so Wagenknecht.