Regierungserklärung im Deutschen Bundestag

Spahn verteidigt Impfstrategie der Bundesregierung

Bundesgesundheitsminister Spahn hat in einer Regierungserklärung die Impfpolitik der Bundesregierung verteidigt. Spahn sagte, es sei richtig gewesen, dass der Bund bei der Impfstoffplanung und -beschaffung nicht auf einen nationalen Weg gesetzt, sondern den europäischen Kurs eingeschlagen habe. Ein Alleingang hätte negative Folgen unter anderem für die Wirtschaft gehabt, so Spahn.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn während der Sitzung des Deutschen Bundestags am 13. Januar
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn während der Sitzung des Deutschen Bundestags am 13. Januar | © imago images/Christian Spicker

Deutschland befinde sich in einer der schwersten Phasen der Pandemie, sagte Jens Spahn heute in einer Regierungserklärung zum Start der Impfungen hierzulande und in Europa. Der Bundesgesundheitsminister räumte dabei ein, manches hätte schneller gehen können. Kritik am Regierungshandeln sei legitim und müsse beantwortet werden. Das zeichne eine Demokratie aus. Aber es sei immer klar gewesen, dass es zu Beginn an Impfstoff mangeln werde, sagte der CDU-Politiker. Bisher wurden 750.000 Menschen in Deutschland geimpft.

Deutschland befinde sich seit Monaten in einer "Ausnahmesituation", so Spahn - und bereitete auch gleich den Weg für die nächste Lockdown-Verlängerung als er sagte, dass es nicht möglich sein werde, die Einschränkungen am 1. Februar zu lockern.

Mit was genau rechnen Spahn und die Bundesregierung? Wir sprechen darüber mit unserer Kollegin Angela Tesch im ARD-Hauptstadtstudio. Sie hat die Regierungserklärung heute verfolgt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn während der Sitzung des Deutschen Bundestags am 13. Januar
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