Stadion-Neubau

Senat bringt Tegel als neuen Standort für Hertha ins Spiel

Der Berliner Senat hat dem Fußball-Bundesligisten Hertha BSC angeboten, sein neues Stadion auf dem Flughafengelände in Tegel zu bauen. Das hat ein Sprecher von Sport- und Innensenator Geisel dem rbb bestätigt. Zuvor hatte die Zeitung "BZ" den SPD-Politiker mit den Worten zitiert, wenn Hertha in Berlin bauen wolle, wäre Tegel durchaus eine Möglichkeit.

Eckfahne von Hertha BSC im Berliner Olympiastadion © imago/Baering
Eckfahne von Hertha BSC | © imago/Baering

Hertha BSC hat den Vorschlag von Innen- und Sportsenator Geisel begrüßt, über einen Stadion-Neubau auf dem Flughafengelände Tegel nachzudenken. Es sei positiv, dass der Senat das Projekt eines Neubaus nun endlich unterstütze, betonte Hertha-Geschäftsführer Preetz. Man sei bereit, den Vorschlag zu prüfen. Grundsätzlich halte man den Olympiapark aber weiter für den geeigneteren Standort. 

Geisel hatte in einem Interview mit der "BZ" Tegel ins Gespräch gebracht. Eine Grünfläche im nördlichen Bereich des Flughafengeländes sei als Stadionstandort denkbar. Dazu müsste der Bebauungsplan allerdings noch einmal überarbeitet werden. Fertig wäre das neue Hertha-Stadion dann frühestens in acht oder neun Jahren. Der Flughafen Tegel soll geschlossen werden, wenn der BER in Schönefeld sechs Monate in Betrieb ist.

Der Vorschlag war aber offenbar in der Regierungskoalition nicht abgestimmt. Die Grünen sprachen von einem Schnellschuss, der niemanden weiterbringe.

Sonja Koppitz und Max Spallek sprechen darüber mit rbb-Sportreporter Dennis Wiese.

Eckfahne von Hertha BSC im Berliner Olympiastadion © imago/Baering
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