Tönnies vor Schalke-Ehrenrat

Schalke-Boss zwischen Rassismus, Reue und Rauswurf

Clemens Tönnies, Fleischunternehmer aus Ostwestfalen-Lippe, rudert zurück und kommt aus den Entschuldigungen nicht heraus. Bei einer Rede zum „Tag des Handwerks“ in Paderborn hatte sich Clemens Tönnies abfällig und rassistisch über den Kinderreichtum in Afrika geäußert. Seitdem hagelt es Kritik und Entrüstung in sozialen Medien, aber auch beim FC Schalke 04. Clemens Tönnies ist Aufsichtsratsvorsitzender des Bundesligisten.

Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies © dpa/Guido Kirchner
Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies gerät angesichts der Rassismus-Vorwürfe gegen ihn aus Politik und Sport immer stärker in Erklärungsnot | © dpa/Guido Kirchner

Der Aufsichtsratschef von Schalke, Clemens Tönnies, muss sich heute vor dem Ehrenrat des Fußball-Bundesligisten verantworten. Dem Unternehmer werden rassistische Äußerungen vorgeworfen.

Tönnies hatte am Wochenende gesagt, würden in Afrika mehr Kraftwerke gebaut, würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen und Kinder zu produzieren, wenn es dunkel ist.  

Der Schalke-Ehrenrat könnte gegen den Aufsichtsratsvorsitzenden eine Verwarnung oder eine Amtsenthebung auf Dauer oder auf Zeit aussprechen. Auch ein Ausschluss aus dem Verein ist möglich, aber nicht wahrscheinlich.

Katja Weber und Holger Klein sprachen darüber mit Susanne Franke, Vorstand der Schalker Fan-Initiative.

Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies © dpa/Guido Kirchner
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