Reform

Regierungsberater*innen schlagen Rente mit 68 vor

Wir werden immer älter und der Anteil der Alten an der Gesamtbevölkerung wird immer größer. Eine ökonomische Konsequenz ist, dass im staatlichen Rentensystem immer mehr Arbeitnehmer:innen immer mehr Geld für immer mehr Rentner*innen aufwenden müssen. Nun haben Berater*innen der Bundesregierung eine Reform vorgeschlagen - die Rente mit 68.

Ein Senior sitzt mit seinem Laptop auf dem Boden und arbeitet © imago images/Westend61
Ein Senior sitzt mit seinem Laptop auf dem Boden und arbeitet | © imago images/Westend61

Es drohten "schockartig steigende Finanzierungsprobleme in der gesetzlichen Rentenversicherung ab 2025", prognostizierte der Wissenschaftliche Beirat beim Bundeswirtschaftsministerium anlässlich seines neuen Gutachtens zur Zukunft der Rente am Montag in Berlin. Nach geltender Rechtslage wird die Altersgrenze für die Rente ohne Abschläge bis 2029 schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben.

Das Renteneintrittsalter könne nicht langfristig von der Entwicklung der Lebenserwartung abgekoppelt werden, betonten die Expertinnen und Experten für das Ministerium von Ressortchef Peter Altmaier (CDU). "Stattdessen müssen die zusätzlichen Lebensjahre nach einer klaren Regel zwischen mehr arbeiten und länger Rente beziehen aufgeteilt werden." Dafür solle es eine "dynamische Kopplung des Rentenalters an die Lebenserwartung" geben.

Katja Weber und Holger Klein sprechen darüber mit Johannes Geyer, Rentenexperte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.

Ein Senior sitzt mit seinem Laptop auf dem Boden und arbeitet © imago images/Westend61
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