Berlin

Regeln für E-Tretroller sollen verschärft werden

In Berlin sollen die Regeln für E-Scooter verschärft werden. Das haben Verkehrssenatorin Günther, Polizeipräsidentin Slowik und die Bürgermeister von Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln mit den Anbietern vereinbart.

E-Tretroller stehen vor dem Brandenburger Tor geparkt © dpa/Wolfgang Kumm
Berlin will das Problem der oft kreuz und quer auf Gehwegen abgestellten E-Tretroller in den Griff bekommen | © dpa/Wolfgang Kumm

Berlin verschärft die Regeln für E-Scooter. So dürfen die Leihroller künftig nicht mehr am Brandenburger Tor und am Holocaust-Mahnmal abgestellt werden. Die Anbieter hätten zugesichert, für diese Zonen die Parkfunktion auf der App zu blockieren, so Verkehrssenatorin Regine Günther. 

In Zukunft soll auch das Parken auf Gehwegen verboten werden. Ab Sommer 2020 wollen Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln neue Abstellflächen ausweisen, zum Beispiel sollen Auto-Parkplätze umgewidmet werden. 

In Berlin gab es seit Einführung der E-Roller bisher 38 Unfälle. Sieben Menschen wurden dabei schwer verletzt.

rbb-Reporter Holger Hansen berichtet darüber.

E-Tretroller stehen vor dem Brandenburger Tor geparkt © dpa/Wolfgang Kumm
dpa/Wolfgang Kumm
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Im Streit über die Gefahren durch E-Scooter hat der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Lauterbach eine Null-Promille-Grenze ins Gespräch gebracht. Die derzeit geltenden Promillegrenzen reichten angesichts der rasant steigenden Unfallzahlen nicht aus, sagte der Gesundheitsexperte seiner Partei. Daher solle man für Nutzer sogenannter E-Scooter ein vollständiges Alkoholverbot prüfen. Derzeit gelten dieselben Promillegrenzen wie für Autofahrer.

Die Gewerkschaft der Polizei kritisierte, die Politik habe entscheidende Sicherheitsstandards vergessen. Der Bundesvorsitzende Malchow erklärte, E-Scooter sollten genauso verkehrssicher sein wie Motorroller oder Mopeds und etwa dringend mit Blinkern ausgestattet werden.