Berlin

Prozess um Diebstahl der Goldmünze "Big Maple Leaf"

Vor dem Berliner Landgericht hat der Prozess um den spektakulären Diebstahl einer 100 Kilo schweren Goldmünze aus dem Bode-Museum begonnen. Angeklagt sind vier Männer. Drei von ihnen gehören zu einer polizeibekannten Großfamilie. Sie sollen im März 2017 in das Museum eingestiegen sein und die Beute mit einer Schubkarre weggeschafft haben. Mitangeklagt ist ein früherer Wachmann.

Die Angeklagten im Zusammenhang mit dem Diebstahl der Goldmünze "Big Maple Leaf" aus dem Bode-Museum kommen zur Verhandlung © dpa/Paul Zinken
Die Angeklagten im Zusammenhang mit dem Diebstahl der Goldmünze "Big Maple Leaf" aus dem Bode-Museum kommen zur Verhandlung | © dpa/Paul Zinken

Fast zwei Jahre ist der Diebstahl der 100 Kilogramm schweren Goldmünze "Big Maple Leaf" aus dem Berliner Bode-Museum mittlerweile her. Heute beginnt vor einer Jugendkammer am Landgericht Berlin, weil drei der Angeklagten zur Tatzeit Heranwachsende waren, die juristische Aufarbeitung.

Angeklagt sind vier junge Männer - drei von ihnen gehören zu einer arabischstämmigen Berliner Großfamilie, die in der Vergangenheit immer wieder ins Visier polizeilicher Ermittlungen geraten war. Ihnen wird gemeinschaftlicher Diebstahl in einem besonders schweren Fall vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft fordert, dass der damalige Geldwert der Münze - 3,75 Millionen Euro - von den Angeklagten eingezogen wird. Die Verteidigung weist alle Vorwürfe zurück. Die Ermittlungen seien einseitig geführt und die Angeklagten vorverurteilt worden.

Wo die Münze abgeblieben ist, kann niemand sagen. Die Angeklagten schweigen.

rbb-Reporter Holger Hansen war beim Prozessauftakt dabei und berichtet darüber.

Die Angeklagten im Zusammenhang mit dem Diebstahl der Goldmünze "Big Maple Leaf" aus dem Bode-Museum kommen zur Verhandlung © dpa/Paul Zinken
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