Deutscher Museumsbund

Neuer Leitfaden: Wie man mit kolonialem Erbe umgehen sollte

Nicht wenige Museumsobjekte haben eine koloniale Vergangenheit. Doch vielen Häusern ist die Problematik weiterhin nicht ausreichend bewusst. Der Deutsche Museumsbund hat nun den neuen Leitfaden "Umgang mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten" veröffentlicht.

In vielen europäischen Museen werden immer noch Kunstobjekte ausgestellt, die aus afrikanischen Ländern gestohlen wurden - so auch die wertvollen "Benin-Bronzen" © imago images/United Archives International
In vielen europäischen Museen werden immer noch Kunstobjekte ausgestellt, die aus afrikanischen Ländern gestohlen wurden - so auch die wertvollen "Benin-Bronzen" | © imago images/United Archives International

90 Prozent des afrikanischen Kulturerbes lagern in europäischen Museen und Archiven. Beispiel: die wertvollen "Benin-Bronzen". Doch wie sollte man mit kolonialer Raubkunst umgehen? Dafür gibt es jetzt einen neuen Leitfaden.

Der Deutsche Museumsbund hat einen neuen Leitfaden zum "Umgang mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten" publiziert und fordert Kulturpolitiker*innen auf, Museen bei der Aufarbeitung ihrer kolonialen Vergangenheit weiter zu unterstützen.

Sonja Koppitz und Max Spallek sprachen darüber mit Prof. Dr. Wiebke Ahrndt. Sie ist Direktorin des Übersee-Museums Bremen und Vizepräsidentin des Deutschen Museumsbundes.

In vielen europäischen Museen werden immer noch Kunstobjekte ausgestellt, die aus afrikanischen Ländern gestohlen wurden - so auch die wertvollen "Benin-Bronzen" © imago images/United Archives International
imago images/United Archives International
Download (mp3, 5 MB)